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Adolf Julius Merkl

Adolf Julius Merkl

geb. 23. März 1890 in Wien; gest. 22. August 1970 in Wien.

Werdegang
Rechtsstudium an der Universität Wien 1908–1912, Promotion 1913; 1915 Eintritt in den Verwaltungsdienst der Stadt Wien, 1917 Übertritt ins Handelsministerium, 1918 zuerst ins Ministerium für öffentliche Fürsorge, dann in das staatsrechtliche Büro des Ministerratspräsidiums; 1918 bis 1921 enger Mitarbeiter Karl Renners in der Staatskanzlei/im Verfassungsdienst, beteiligt an den Vorarbeiten zur Verfassung 1920; 1919 Habilitation für Staats- und Verwaltungsrecht in Wien; 1920/21 außerordentlicher Professor, 1930 Titel eines ordentlichen Professors, 1932 ordentlicher Professor an der Universität Wien (Nachfolger Hans Kelsens).
1938 zunächst beurlaubt, 1939 in den dauernden Ruhestand versetzt; danach als „Helfer in Steuersachen“ tätig; 1941 Lehrkanzelvertretung in Tübingen; 1943 bis 1950 ordentlicher Professor in Tübingen.
1948–1960 ordentlicher Professor an der Universität Wien.

Werke (Auswahl)
Das doppelte Rechtsantlitz. In: Juristische Blätter 1918, 425ff., 444ff., 43ff.
Das Recht im Lichte seiner Anwendung. In: Deutsche Richterzeitung 1916, 584ff., 1917, 162ff., 394ff., 442ff, 1919, 290ff.
Die Verfassung der Republik Deutschösterreich. Ein kritisch systematischer Grundriß, 1919.
Lehre von der Rechtskraft, entwickelt aus dem Rechtsbegriff, 1923.
Demokratie und Verwaltung, 1923.
Allgemeines Verwaltungsrecht, 1927.
Prolegomena einer Theorie des rechtlichen Stufenbaus. In: Festschrift Hans Kelsen, 1931, 252ff.
Die ständisch-autoritäre Verfassung Österreichs. Ein kritisch-systematischer Grundriß, 1935.
Selbstdarstellung. In: Nikolaus Grass (Hrsg.), Österreichische Rechts- und Staatswissenschaften der Gegenwart in Selbstdarstellungen, Innsbruck 1952, 137ff.

Sekundärliteratur (Auswahl)
Wolf-Dietrich Grussmann, Adolf Julius Merkl. Leben und Werk, Wien 1989.
Gabriele Kucsko-Stadlmayer, Der Beitrag Adolf Merkls zur Reinen Rechtslehre. In: Robert Walter (Hrsg.), Schwerpunkte der Reinen Rechtslehre, Wien 1992, 107–121.
Thomas Olechowski, Tamara Ehs, Kamila Staudigl-Ciechowicz, Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938 (= Schriften des Archivs der Universität Wien 20), Göttingen 2014, 484–516.
Robert Walter, Adolf J. Merkl, Werk und Wirksamkeit. Ergebnisse eines Internationalen Symposions in Wien, Wien 1990.
Robert Walter, Adolf Julius Merkl 1890–1970. In: Wilhelm Brauneder (Hrsg.), Juristen in Österreich 1200–1980, Wien 1987, 300–304, 339f.

Links
http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_M/Merkl_Adolf-Julius_1890_1970.xml
http://daten.digitale-sammlungen.de/0001/bsb00016335/images/index.html?seite=173
http://geschichte.univie.ac.at/de/personen/adolf-julius-merkl-prof-dr
https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Adolf_Julius_Merkl